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Metallpreise

Aluminium LME-Notierungen

Einschätzung vom 9. Juni 2026: Aluminium-Preise bleiben wegen des Angebotsrisikos hoch.


Die Aluminiumpreise dürften kurzfristig hoch bleiben, wobei die Verknappung des weltweiten Angebots aufgrund von Störungen im Nahen Osten weiterhin der wichtigste bullishe Treiber ist. Die LME-Notierungen haben mittlerweile den höchsten Wert seit über 4 Jahren erreicht. Am 2. Juni schloss die Notierung mit USD 3'707.50 pro Tonne. Verursacht durch die Unterbrechungen in den Schmelzbetrieben in der Golfregion im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und den Schifffahrtsproblemen in der Strasse von Hormus liegen die Notierungen noch etwa USD 365 vom Allzeithoch von USD 4'073 entfernt. Dieses Hoch wurde während des Russland-Ukraine-Konflikts im März 2022 verzeichnet.

Gemäss Analysten dürfte bei einer anhaltenden Schliessung der Strasse von Hormus der Aluminiumpreis tatsächlich weiter steigen.

Parallel zur LME-Notierung liegen die physischen Metallprämien mit Werten von über EUR 500/t ebenfalls deutlich höher als vor der Krise. Europäische Käufer zahlen 300–340 USD pro Tonne über dem LME-Benchmark, nur um physisches Metall zu sichern.

Versorgungslage und Lieferbereitschaft

Derzeit sind noch keine Versorgungsprobleme spürbar geworden. Die Lieferzeiten für Alu-Halbzeug stabilisieren sich auf einem höheren Niveau von 10 bis 12 Wochen.
Einige europäische Hersteller sind ausser Markt gegangen und bieten aufgrund der aktuellen Lage nicht oder nur mit Tagespreisen an. Gerade auch in Ihrem Interesse bleiben wir weiterhin nah an der Beschaffungssituation dran.

Was heisst das für die Verkaufspreise?

Wir werden, wie bereits ausgeführt, die realisierten Kostensteigerungen für Ware ab Lager gestaffelt weitergeben und uns damit fair und transparent verhalten. Für Neu-Geschäfte ab Werk kommen die aktuellen Beschaffungsgrundlagen jedoch umgehend zur Geltung.